Es liegt was in der Luft - ätherische Öle und Energiearbeit
- Herzquell - Diana Unertl

- 17. Mai
- 5 Min. Lesezeit

Immer wieder erlebe ich in meinen energetischen Sessions, wie gut die Arbeit mit ätherischen Ölen von meinen Klienten angenommen wird. Besonders Düfte wie Bergamotte, Lavendel oder Rose zaubern vielen sofort ein Lächeln ins Gesicht. Manche können gar nicht genug davon bekommen und fragen neugierig, ob sie noch einmal daran riechen dürfen oder welche Wirkung das jeweilige Öl hat.
Wahrscheinlich kennt das jeder von uns, der Duft frisch geriebener Zitronenschale beim Backen oder der Moment, wenn man im Garten mit den Händen über Kräuter streift und ihr Aroma an den Fingern hängen bleibt.
Düfte haben die besondere Fähigkeit, unsere Stimmung innerhalb weniger Sekunden zu verändern und Erinnerungen oder Gefühle wachzurufen.
Es ist bekannt, dass Menschen bereits seit Jahrtausenden die Wirkung aromatischer Pflanzen und ätherischer Öle für sich nutzten.
Besonders im alten Ägypten galten kostbare Öle und Harze als wertvolle Schätze. Sie wurden bei Einbalsamierungen und religiösen Zeremonien genutzt und fanden sogar als Grabbeigaben ihren Platz in Pyramiden und Gräbern.
Duftstoffe wie Weihrauch, Myrrhe oder Zedernholz waren damals oft äußerst kostbar und wurden teilweise höher geschätzt als andere Luxusgüter ihrer Zeit.
Aber was genau versteht man unter ätherische Öle?
Ätherische Öle entstehen in speziellen Drüsen oder Sekretzellen der Pflanze und können in Blüten, Blättern, Rinden, Harzen, Wurzeln oder Fruchtschalen gespeichert sein. Für die Pflanze dienen sie unter anderem als Schutz vor äußeren Einflüssen, Mikroorganismen oder Fressfeinden.
Die Zusammensetzung eines ätherischen Öls wird dabei stark von Umweltfaktoren beeinflusst – beispielsweise von Klima, Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung oder Wasserverfügbarkeit. Dadurch kann selbst dieselbe Pflanzenart je nach Herkunft unterschiedlich zusammengesetzte Öle bilden.

Charakteristisch für ätherische Öle ist ihr intensiver Duft und ihre Flüchtigkeit. Sie bestehen aus einer Vielzahl natürlicher Inhaltsstoffe, die jeder Pflanze ihren ganz eigenen Duft und „Charakter“ verleihen.
Die emotionale Wirkung von Düften
Riechen ist ein biochemischer Prozess, bei dem Duftreize vom Nervensystem verarbeitet werden. Die Wirkung ätherischer Öle beruht dabei nicht auf „Hokuspokus“, sondern auf feinen Reizen, die Körper und Psyche beeinflussen können.
Eine zentrale Rolle spielt das limbische System im Gehirn – jener Bereich, der mit Emotionen, Erinnerungen und Stressverarbeitung verbunden ist. Deshalb wirken Düfte oft sehr unmittelbar auf unser Erleben und können innerhalb von Sekunden Erinnerungen, Gefühle oder innere Zustände aktivieren – selbst solche aus früher Kindheit.
Genau deshalb arbeite ich so gerne mit ätherischen Ölen: Sie ermöglichen häufig einen Zugang zu emotionalen Ebenen, die über Gespräche allein kaum erreichbar sind. In Kombination mit energetischer Arbeit können innere Spannungen weicher werden und festgehaltene Emotionen leichter in Bewegung kommen.
Erfahrung aus meiner Praxis
Während einer Behandlung arbeitete ich mit Jasminöl. Plötzlich wurde meine Klientin sehr sentimental. Sie erzählte mir, dass dieser Duft sie an Weihnachten erinnere. Zunächst wirkte das überraschend – schließlich verbindet man Weihnachten meist eher mit Düften wie Tanne, Zimt, Spekulatiusgewürz oder Glühwein.
Im weiteren Gespräch wurde jedoch klar, warum genau dieser Duft solche Gefühle bei ihr auslöste: In ihrer Heimat fällt Weihnachten in den Sommer – genau in die Zeit, in der der Jasmin blüht. Und der abendliche Spaziergang vor der Bescherung hatte diese Kindheitserinnerung wachgerufen - denn in warmen Regionen entfaltet der Jasmin besonders am Abend seinen intensiven Duft.

Für einen Moment war sie wieder verbunden mit dem Gefühl von Geborgenheit, Familie und kindlicher Vorfreude – eine Erinnerung, die im Laufe der Jahre völlig in den Hintergrund geraten war.
Solche Erfahrungen zeigen immer wieder, wie tief Düfte auf emotionaler Ebene wirken können.
Und gerade deshalb sind diese wundervollen Öle ein wertvolles Tool in der energetischen Heilarbeit.
Der Duft ätherischer Öle wirkt dort, wo das Unterbewusstsein Erinnerungen speichert und Worte nicht mehr greifen.
Einige Meiner Lieblingsöle

In meiner Arbeit zeigt sich immer wieder, dass bestimmte ätherische Öle in unterschiedlichen Situationen sehr unterstützend erlebt werden können.
Öle, die ich gerne in der Praxis verwende und die sich meiner Erfahrung nach für bestimmte Themenfelder gut eignen, sind:
Oregano (Origanum vulgare)
Duft: intensiv, schwer, würzig
Eigenschaften:
Stauungen im Lymphsystem
Verdauungsprobleme
Atemwege
Immunstärkend
Mund- und Rachenraum
Schleimlösend bei Husten, Asthma und Bronchitis
Warzenbehandlung
Hautjucken
Appetitlosigkeit
Blähungen
Magenverstimmungen
Energetische Ebene:
Innere Reinigung und Klärung
Lösen innerer Stauungen und Förderung emotionalen Flusses
Abgrenzung, innere Sortierung und Klarheit bei mentaler und emotionaler Unruhe
Unterstützung bei Anspannung, Überforderung und dem Bedürfnis nach Geborgenheit und Sicherheit
Kräftige, aktivierende Energie im Vergleich zu sanfteren Ölen
Heißes Öl mit stark wärmender und intensiver Wirkung
Copaiba (Copaifera reticulata, Copaifera langsdorffii)
Duft: weich, warm, harzig-balsamisch
Eigenschaften:
Hautpflege
Akne, gereizte Haut
Narbenpflege
Entspannung der Muskulatur
Mildes, sanftes ätherisches Öl
Gut kombinierbar mit anderen ätherischen Ölen
Verstärkeröl zur sanften Vertiefung in Kombination mit anderen Ölen
Energetische Ebene:
Beruhigung des Nervensystems durch die weich und warm wahrgenommene Wirkung
Herz- und Solarplexus-Themen zur Förderung von Vertrauen und innerer Sicherheit
Erdung und Zentrierung durch das harzige Aroma
Sanfte, ausgleichende Energie im Vergleich zu intensiveren Ölen
Unterstützung innerer Regeneration und emotionalen Gleichgewichts
Zypresse (Cupressus sempervirens)
Duft: frisch, klar, holzig-grün
Eigenschaften:
Insektenschutz
Unterstützung bei Regelbeschwerden und Krämpfen
Durchblutungsfördernd bei schweren Beinen und Stauungsgefühlen
Unterstützung bei Reizhusten und Atemwegsbeschwerden
Lindernd bei Gelenkbeschwerden und Spannungsgefühlen
Traditionell unterstützend in den Wechseljahren
Ausgleichend bei Schlaflosigkeit
Energetische Ebene:
Unterstützung in Zeiten von Veränderung (Trauer, Umzug, Verlust, Trennung)
Stimmungsaufhellend durch klärende und entlastende Wirkung
Begleitung in Übergangsphasen des Lebens
Förderung von innerer Stabilität und emotionaler Balance
Immortelle (Helichrysum italicum)
Duft: intensiv, honigartig, warm-harzig
Eigenschaften:
Hautregeneration, besonders bei Narben
Prellungen und blaue Flecken
Entzündungshemmend und hautberuhigend
Durchblutungsfördernd im Gewebe
Geeignet bei trockener, empfindlicher und reifer Haut
Energetische Ebene:
Lösen tiefer emotionaler Blockaden
Loslassen von Groll, Zorn und innerer Schwere
Förderung emotionaler Klärung und Entlastung
Verarbeitung alter, festgehaltener Gefühle
Stabilisierung und lichtbringende Wirkung auf die emotionale Ebene
Bergamotte (Citrus aurantium)
Duft: frisch, zitrisch, leicht süß und blumig
Eigenschaften:
Unterstützung bei innerer Unruhe und Stress
Regenerierend bei trockener Haut
Unterstützt Einschlafqualität
Antiseptische und hautklärende Eigenschaften
Bei Konzentrationsschwierigkeiten
Regulierung bei PMS und Wechseljahresbeschwerden
Energetische Ebene:
Ausgleich bei emotionaler Anspannung
Stimmungsaufhellende Wirkung
Lösen von Sorgen und Grübeln
Förderung von Offenheit und emotionaler Weite
Unterstützung von Herzthemen und emotionaler Balance
Stärkung des Selbstvertrauens
Auflösung alter Denkmuster
Anwendungsmöglichkeiten
Diffuser (Raumbeduftung): Einige Tropfen ätherisches Öl in Wasser geben, sorgt für eine gleichmäßige, sanfte Wirkung im ganzen Raum (z. B. bei Stress oder zur Entspannung).

Handinhalation: 1 Tropfen in die Handflächen geben, verreiben und tief einatmen, wirkt schnell bei akuter Anspannung oder Stress.
Dufttuch / Taschentuch: 1–2 Tropfen auf ein Tuch geben und bei Bedarf daran riechen, praktisch und jederzeit nutzbar
Bäder: Einige Tropfen ätherisches Öl in eine Emulsionsbasis (z. B. Salz, Sahne oder Honig) mischen und ins Bad geben, wirkt tief entspannend und beruhigend.
Sicherer Umgang mit ätherischen Ölen
Nur hochwertige, reine ätherische Öle verwenden (Bio-Qualität)
Niemals unverdünnt auf die Haut auftragen
Vor der ersten Anwendung Verträglichkeit testen
Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden
Nicht jedes Öl eignet sich für Kinder oder Schwangere
Innere Anwendung nur mit Fachwissen
Kühl, dunkel und außerhalb der Reichweite von Kindern lagern
Weniger ist oft mehr – ätherische Öle bewusst dosieren
Abschließende Gedanken
Ätherische Öle sind ein wirkungsvolles Begleitwerkzeug in emotional herausfordernden Prozessen. Sie wirken direkt über das Nervensystem und erreichen sowohl körperliche als auch emotionale und mentale Ebenen.
In meiner energetischen Arbeit nutze ich ätherische Öle bewusst als unterstützendes Element. Sie vertiefen Prozesse, bringen innere Bewegung in festgehaltene Themen und schaffen Raum für Ruhe, Klarheit und emotionale Entlastung.
Sie ersetzen nichts – aber sie begleiten Prozesse auf einer Ebene, die oft ohne Worte wirkt.
Schau vorbei…
In meiner Arbeit geht es nicht um Technik oder Methoden, sondern darum, wie ein Mensch gerade da ist – körperlich, emotional und innerlich. Ätherische Öle setze ich dort ein, wo etwas in Bewegung kommen darf, das sich nicht in Worte fassen lässt.
Wenn du dir einen Eindruck von meiner Arbeit machen möchtest, kannst du dich gerne auf meiner Seite umsehen. Besonders in meinem Angebot „Herzquell-Herz“ fließen energetische Arbeit und ätherische Öle auf natürliche Weise zusammen.
von Herz zu Herz
Diana Unertl


